Tierheilpraktikerin im Saarland, Losheim am See -Waldhölzbach

Mykotherpie / Pilzheilkunde

Was ist Mykotherapie?

In der TCM (traditionellen chinesischen Medizin) sind die positiven Wirkungen der Heil-Pilze schon seit über 4000 Jahren bekannt und  fester Bestandteil der Medizin. Aber auch in der europäischen Klosterheilkunde war man sich ihrer spezifischen gesundheitlichen Wirkungen seit Jahrhunderten bewusst. Leider ging dieses Wissen im Zuge der Industrialisierung verloren.

Heute rücken die Heil-Pilze wieder mehr in unser Bewusstsein, da die positiven Wirkungen durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt werden können. Außerdem können die Inhaltsstoffe pharmakologisch untersucht werden und nicht zuletzt gibt es viele Praxiserfahrungen von Therapeuten und Anwendern. Im Einsatz sind vor allem folgende Arten:

  • ABM (Agaricus blazei Murill) – Sonnenpilz
  • Auricularia polytricha – Judasohr
  • Coprinus comatus – Schopftintling
  • Cordyceps sinensis – Chinesischer Raupenpilz
  • Coriolus versicolor – Schmetterlingstramete
  • Hericium erinaceus – Igelstachelbart
  • Maitake – Klapperschwamm
  • Polyporus umbellatus – Eichhase
  • Reishi – Glänzender Lackporling
  • Shiitake – Lentinula edodes

Pilze haben ihr eigenes Reich, das heißt, sie sind weder Pflanze noch Tier. Sie sind die größten „Recycler“ von organischem Material auf der Erde und Hauptversorger von Pflanzen mit lebensnotwendigen Substraten. Im Laufe der Evolution entwickelten sie die Fähigkeit, Stoffe zu bilden, die gegen Bakterien, Viren und schädliche andere Pilze wirksam sind. So ist unser bekanntes „Penicillin“ nichts anderes als ein Stoffwechselprodukt von Pilzen, ebenso wie die bei Krebs eingesetzten Substanzen Krestin und Lentinan.

Aber nicht nur ein einzelner, isolierter Wirkstoff eines Pilzes ist wirksam, sondern vielmehr das komplexe Zusammenspiel der vielen verschiedenen Inhaltsstoffe macht die Pilze so wertvoll.

In der Humanmedizin weiß man z.B. schon seit Jahrhunderten um die enorm stimulierende Wirkung des Shiitake auf das Immunsystem, der Reishi wird zur Schmerzbehandlung und zur Regulierung der Blutzucker – und Blutfettwerte eingesetzt.

Mittlerweile ist ebenfalls bekannt, dass die Inhaltsstoffe des Hericium das Bakterium Helicobacter pylori in seinem Wachstum hemmen. Dieses Bakterium wird für die Entstehung von Magengeschwüren und Magenkrebs verantwortlich gemacht.

Dies sind nur einige Beispiele der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Heil-Pilze. Ihnen allen gemeinsam ist eine allgemein entgiftende Wirkung des Organismus. Dadurch kann schon vielen Beschwerden vorgebeugt werden. Desweiteren verfügen die Pilze über eine ausgleichende (adaptogene) Wirkung; das bedeutet z.B. dass ein zu schwaches Immunsystem gestärkt wird, ein überschießendes Immunsystem wird reguliert. Man kann die Pilze also zur Vorbeugung, aber auch zur Behandlung akuter und chronischer Krankheiten einsetzen.

Die Inhaltsstoffe der Heil-Pilze sind noch nicht vollständig identifiziert, bekannt sind aber unter anderem folgende Inhaltsstoffe:

  • Vitamine (B,D,C)
  • alle acht essentiellen Aminosäuren
  • Mineralien
  • Polysaccharide
  • Antioxidanzien
  • Triterpene
  • Enzyme
  • u.v.m.

Pharmakologisch interessant sind unter anderem die Polysaccharide,Triterpene, Eritadenine und Organogermanium.

So vielfältig wie die Inhaltsstoffe der Heil-Pilze, zeigen sich in der Praxis auch ihre Einsatzmöglichkeiten. Sie unterdrücken nicht nur die Symptome einer Erkrankung, sondern wirken der Ursache entgegen. Ziel der Mykotherapie ist die Wiederherstellung der sog. Homöostase.

Darunter versteht man die Ausgewogenheit sämtlicher, im Organismus vorkommender Gleichgewichte, wie z.B. den Mineralstoff- und Spurenelementhaushalt, den Enzym-, Hormon-, Wasser- und Elektrolythaushalt, sowie das Immunzellengleichgewicht.

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